ampunkt

Studentenaufstand gegen Bildungsnotstand

50.000 Studierende auf der Straße. Besetzte Hörsäle an den Hochschulen. Der Lehrbetrieb lahmgelegt. Ein klares Nicht Genügend für den Wissenschaftsminister – sagen die Studenten. Der hat zwar den Geldhahn längst aufgedreht und 34 Millionen zusätzlich locker gemacht. Doch das Geld reicht nicht. Sollen die Studiengebühren wieder eingeführt werden?

Gäste:

  • Robert Menasse,  Schriftsteller
  • Beatrix Karl, ÖVP Wissenschaftssprecherin, mögliche Nachfolgerin von Johannes Hahn
  • Thomas Fussenegger,  Vorsitzender der Fakultätsvertretung Jus
  • Sigrid Maurer, Vorsitzende der ÖH-Bundesvertretung

Außerdem  mit dabei die Protestierenden aus dem besetzten Audimax, die sich auch an der Diskussion beteiligen.  Wir verlegen das AmPunkt-Analysestudio in die Uni Wien und berichten live vor Ort. 

Die Analyse zum Schluss kommt heute von  Profil Journalistin Edith Meinhart.

 
Studentenproteste: Faymann abgeblitzt auf ATV.at

 

Am Punkt – Studentenaufstand gegen Bildungsnotstand
Mittwoch, 4. November, 21.50 Uhr bei ATV

.

41 Kommentare zu „Studentenaufstand gegen Bildungsnotstand“

  • Peter Semmler:

    Find ich eine gute idee, jedoch find ich einen Ja, Nein-Poll an der Seite mit den Auswählmöglichkeiten (Nein, jeder soll ohne Beschränkung an die Uni…..) nicht sehr sinnführend, bei der verschiedenen Meinungen die jeder Mensch so hat.

    Außerdem fehlen Möglichkeiten wie: Ja, solange Leute die es sich nicht leisten können zu studieren von Stipendien unterstützt werden.

    Hier gäbe es einen ausführlicheren Poll für Leute die FÜR oder GEGEN die Proteste/Besetzung sind, sowie für Leute denen es egal ist.

    http://www.unipark.de/uc/Studiproteste09/

    [Antwort]

    Redaktion Antwort vom November 3rd, 2009 15:15:

    Danke für die Anregung – die wenigen Antwortmöglichkeiten beim Voting haben allerdings praktikable Gründe, die mit dem Layout der Grafik in der Live Sendung zu tun haben!

    [Antwort]

    Roland Antwort vom November 4th, 2009 23:38:

    Ich würde zu gerne wissen mit welche der Forderungen sich Hr. Fussenegger nicht identifizieren kann.

    [Antwort]

  • Clemens Maier:

    Grundsätzlich erachte ich es als wichtig, dass die österreichischen Student/Innen dieses Problem aufgeworfen haben und ihre Meinung durch Vollzug eines demokratischen Grundrechts kundtun.

    Allerdings möchte ich hinzufügen, dass es sich bei den Studiengebühren um ein ambivalentes Problem handelt: Die Argumentation der Gebühren- Gegner ist jene, dass Studiengebühren das Geldtascherl der Studenten belasten und sie auch einen sozialen Filter darstellen würden. Genau hier setzt aber auch die Argumentation ihrer Befürworter ein: Sie geben an, die Studiengebühren entlasten den Staat, der in der momentanen Lage neben der Aufhebung der Gebühren noch dazu unter unverhältnismäßig hohen und vielzahligen Stipendien zu leiden habe. Konkret gesagt würden Studenten dem Sozialstaat auf der Tasche liegen.

    Ich hätte einen diskutablen Vorschlag vorzubringen: Eine Wiedereinführung der Studiengebühren macht für meine Person nur dann Sinn, wenn die erhobenen Studiengebühren in vollem Umfang den Universitäten, den Studenten und der Bildung zu Gute kommen würden. Wenn mein Beitrag meiner eigenen Bildung zu Gute kommt, dann bin ich, so denke ich jedenfalls, gerne bereit einen Beitrag zu leisten, zumal dieser mit rund 363 Euro/ Sem. nicht allzu hoch ausfällt.

    [Antwort]

  • Herbert:

    Guter Zug von ATV! Tolle Sache, dass Ihr im Audimax seid’s!

    In diesem Sinne – zur Einstimmung ;)

    http://www.unibrennt.at
    http://www.ustream.tv/channel/unsereuni
    http://www.youtube.com/watch?v=p4LyOX2ccMw

    [Antwort]

    Redaktion Antwort vom November 3rd, 2009 15:15:

    Danke! Wir freuen uns schon auf morgen abend!
    C U im Audimax!

    [Antwort]

  • Julia:

    Es gibt immer Leute die durch das Raster fallen, als Scheidungskind war ich selber davon betroffen, habe keine Studienbeihilfe erhalten und auch keinen Unterhalt bezogen, dazu müsste man erst den Unterhalt gerichtlich von einem Elternteil einfordern.
    Als die Studiengebühren eingeführt wurden musste ich die zusätzlich zahlen und die Lebenserhaltunskosten steigen an. Zusätzlich wird es den Studenten erschwert erwerbstätig zu sein und zu studieren, da die Studienpläne nicht mehr frei wählbar sind und in vielen Übungen Anwesenheitspflicht herrscht (dreimal fehlen oft nicht erlaubt, sonst fliegt man aus der Lehrveranstaltung raus- schwer mit dem Job zu vereinbaren, heißt man braucht für das Studium länger und nimmt viele Entbehrungen in Kauf. Bin strikt gegen Studiengebühren.

    [Antwort]

  • Julia:

    Übrigens die Studiengebühren sind nicht abgeschafft, da bei Überziehung Mindeststudienzeit (Bakk. Überziehungsrahmen 1 Semester – bei Magister 2 Semester) Studiengebühren eingefordert werden. Für Nicht-Eu-Bürger doppelte Studiengebühren pro Semester.

    [Antwort]

  • MissTralala:

    Sind Zugangsbeschränkungen nicht nur einer neuer Versuch, universitäre Platzprobleme billig zu lösen? Ist das nicht ein bisschen dumm für die Schlußlicht des Europäischen Akademikerrankings?!

    [Antwort]

  • Daniel:

    Wann wir die Poltik verstehen, dass es nicht nur alleine um Geld geht? Wann werden von der Politik auch Themen angesprochen wie die Re-Demokratisierung der Unis und die generelle Strukturverbesserung?

    [Antwort]

  • Andrea Kohler:

    Ich bin selber Studentin, trotzdem frage ich mich, wie die Studenten es dem Steuerzahler zumuten wollen, die gesamte finanzielle Last alleine zu tragen? Wieso sind die Studenten nicht bereit, einen Beitrag in Form von Studiengebühren zu tragen (mit 360,– EUR wird eh nur ein Teil der Kosten gedeckt)?

    [Antwort]

  • artie:

    Arbeite seit 30 Jahren im Bildungsbereich. Unter Gehrer haben die Einsparungen stark zugenommen und in den letzten 10 Jahren wird das Bildungsbereich egal ob Schulen oder Unis von den 2 regierenden Kleinparteien systematisch vernichtet.

    [Antwort]

  • edith forst:

    die uni ist dazu da, um zu studieren. mir geht das gejammer der studenten schon auf die nerven. sie können gerne streiken, wenn sie auch täglichen ausfälle auf der uni, welche der stuerzahler bezahlen muß , bezahlen. östrreich ist sowieso ein übersozialstaat. die studenten sollen erst arbeiten und die streiks selber finanzieren. ich glaube, dann würden sie nicht täglich die uni bojkottieren

    [Antwort]

  • klaus oberacher:

    ich habe zwischen 1995 und 2002 bauingenieurwesen studiert (und abgeschlossen). ich komme aus einer einfachen arbeiterfamilei. nach meiner ausbildung in einer htl hätte ich, wären damals schon studiengebühren gewesen, nie angefangen zu studieren (aus schlechtem gewissen meinen eltern gegenüber). ich habe mein gesamtes studium lang nebenher gearbeitet (so wie etwa 90% meiner kollegen). trotz starem einsatz für mein studium (wer kennt es wie es ist, über monate hindurk, kaum schlafen zu können, die tage bis zur prüfung zu zählen, keinen feiertag, oder sonntag zu haben) nicht geschafft in mindestzeit zu studieren. warum? arrogante professoren sagen wenige tage vor einer prüfung die termine ab, oder nehmen trotz stuienplans keine prüfungen ab, oder lassen willkürlich nach gutdündekn alle studenten durchfallen. ein einziger professor hat mich fast 1,5 jahre meiner studienzeit gekostet (viele kollegen sind auf unis in graz oder wien ausgewichen). solagne es so ist, dass es einfach nicht möglich ist in mindestzeit zu studieren (wegen abgesagter prüfungen oder begrenzter prüfungsteilnehmer), sind studienbebühren, gebunden an theortische mindestzeiten, nur für eines gut: finanziell schlecht gestellte vom studium fern zu halten, während finanziell besser gestellte ihren kindern diesen “elitestatus” zu erhalten.
    deshaln nein zu studiengebühren und nein zu zugangsbeschränkungen.
    übrigends: ich beschäftige heute 2 arbeitskräfte und zahle ordentlich steuern. der andere weg wäre ein arbeiter- und bauernstaat mit einer kleinen elite

    [Antwort]

  • froschgelb:

    Viele Studierende zahlen erst seit der “Abschaffung” Studiengebühren, obwohl sie StudienbeihilfenbezieherInnen sind, weil die Stipendienstelle nur für das Haupt- nicht aber für das Zweitstudium zuständig ist. Das Zweitstudium kann fast unmöglich in Mindeststudienzeit absolviert werden, also fallen nach dem jetzigen System Studiengebühren an, die von der Stipendienstelle auch an StudienbeihilfebezieherInnen nicht zurückgezahlt werden!

    Bitte um Stellungnahme der DiskussionsteilnehmerInnen im Studio!

    [Antwort]

  • Nicole:

    Ich frage mich nur wenn Frau Karl von ihrem Stipendium schwärmt mit dem sie ihr studium finanziert hat, ob sie neben ihrem Studium arbeiten musste oder ob ihr da nicht vielleicht ihre Eltern geholfen haben, denn viele müssen nebenbei arbeiten, viele sogar eher arbeiten und können nur nebenbei studieren. Und wenn man arbeitet bekommt man kein stipendium bzw. wenn man arbeitet schafft man nicht so zu studieren, dass man die Mindestzeit einhält, dann hat man nicht mehr den positiven Studienerfolg und dann kriegt man auch wieder keine Unterstützung. Also wie sollen Studenten noch aus diesem Teufelskreis herauskommen, vielleicht kann Frau Karl sich dazu äußern.

    [Antwort]

  • Frau Max:

    Warum vergleichen Sie das Geld für die Banken mit dem Bildungsbudget?
    Für die Banken wurde atemberaubend viel Geld ausgegeben, wir werden lange brauchen, um diese Schulden zu begleichen.
    Wissen Sie, was passieren würde, wenn man für jedes Thema so viel Geld ausgeben würde?
    Wissen Sie, was passiert wäre, wenn die Banken nicht gerettet worden wären? Dass die Bankenmanager deppat sind, ist ein anderes Thema.

    [Antwort]

  • Christian:

    Meine Meinung zu diesen Thema:

    Alle Studenten die in der vorgegebenen Zeit das Studium schaffen haben die Gebühr frei müssen sie länger Studieren da sie lernfaul sind so müssen sie dafür bezahlen wie in der Privatwirtschaft auch üblich

    [Antwort]

  • Österreichische Unis nur für Österreichische Studenten!!!:

    Österreichische Unis nur für Österreichische Studenten!!!

    Alles andere ist einfach nur Wahnsinn!!!

    Österreich kann nicht die ganze Welt finanzieren!!!

    [Antwort]

    klaus oberacher Antwort vom November 5th, 2009 00:03:

    wieviele ausländische studenten studieren in österreich?
    wieviele österreicher studieren im auslan?

    ich habe selbst ein jahr in norwegen studiert. nicht nur aus spass, sondern um herus zu finden mit welcher konkurrenz ich später im beruf in einer globalisierten welt rechnen muss. ich bearbeite derzeit projekte in österreich, den kanaren, ukraine und rumänien. dieser internationale austausch ist (über-)lebenswichtig für österreich.
    wir haben nix. keine (relevanten) rohstoffe, keine weltrelevanten industriene etc. wir haben ein bisserl tourismus. that´s it. unser kapital kann nur das know how sein (erneuerbare energien, forschung, wissetnsvorsprung). deshalb sind die unis und der freie zugang lebenswichtig für unser land!

    [Antwort]

    klaus oberacher Antwort vom November 5th, 2009 00:22:

    sorry übrigends: ich war schon in der volksschule legasteniker (deshalb meine buchstabenwürfler) als ingenieur (mit freiem uni-zugang) bin ich aber mit sicherheit im internationalen konkurrenzfeld bestandfähig. deshalb bin ich auf unser österreichisches system stolz und habe angst, dass es menschen wie mir zukünftig nicht mehr möglich sein wird in österreich was aus sich selbst zu machen

    [Antwort]

  • Frau Max:

    @Sigrid:
    Freie Bildung ist wunderbar und wichtig. Aber es ist auch wichtig, dass Studierende der Gesellschaft etwas zurückgeben. So ein Ziel sollte doch ein jeder Student vor Augen haben. z.B.: Berufsphilosoph, oder Autor, wie der Herr Menasse.

    [Antwort]

  • Verena:

    wie kann es sein, dass studenten nichts zahlen sollten, aber arbeitende Leute NEBEN (sprich Abendschule) der Vollzeitbeschäftigung, welche zB die Matura nachholen oder sonstige Fort- bzw. Weiterbildung machen wollen, bis zu 5000 EUR zahlen müssen!?

    [Antwort]

    klaus oberacher Antwort vom November 5th, 2009 00:10:

    ich habe studiert. ich habe bei der sponsion einen eid abgeliefert auf lebenslange weiterbildung (neben anderen dingen) …wie es dem geist der uni entspricht. und das habe ich getan und werde auch im feber wieder einen 2.000 euro kurs besuchen.
    gute frau, sie verwechseln aber hier bildung mit ausbildung: bildung ist die basis für ausbildung! wenn sie 5.000 euros für eine weiter (aus)-bildung ausgeben, dann haben sie sich vermutlich durch gerechnet, wieviel sie damit dann mehr verdienen können.
    in meiner zeit als student war nicht die frage, vieviel ich damit verdienen kann, sondern, was ich damit dann mehr weiß (und der gesellschaft, zb wenn ich mehr über lawinen weis, bei der lawinnenforschung an leid etc ersparen kann). ich hoffe sie verstehen den unterschied.
    wenn hermann maier bei einem rennen gewinnt, glaubt die mehrheit wir seien ein tolles volk. in wirklichkeit ist es eine wirkliche auszeichnung, dass zb. ein unterbezahlter prof. an der uni innsbruck vor jahren ein kandidat für den nobelpreis war. -damit schaffen wir internationale reputation für den wirtschaftsstandort (und arbeitsplätze) in österreich

    [Antwort]

  • Tom:

    was wollen eigentlich die ganzen studenten -machen eh nix den ganzen tag ausser feiern saufen und nix tun und wollen immer mehr vergünstigungen obwohls eh schon viel zu viel bekommen. das ist sowieso ein witz.

    studiengebühren sollte es keine geben, denn warum sollen nur die reichen studieren können denen eh alles hinten reingeschoben wird – und den sozial schwachen wird ein stipendium auch nicht nachgeworfen …das bekommen die nur unter bestimmten voraussetzungen.

    anstatt studiengebühren sollte es ein limit geben, in wieviel semestern man fertig sein soll und die vergünstigungen sollten gestrichen werden, dann würdens auch weniger saufen und feiern sondern mehr lernen – was sie ja auch als studierende tun sollten!

    [Antwort]

  • versuchs...:

    ich rufe die politiker auf gehen sie zu einem dieser test und denken sie bei jedem kreuz, dass sie auf dem antwortbogen machen daran, dass es vielleicht dieses kreuz ist das über ihre zukunft entscheidet …. na los…viel spass….

    [Antwort]

  • Martin P.:

    Sigrid Maurer und Robert Menasse, was soll diese dumpfe Umverteilungsdebatte? Wer zahlt für die Studenten die Uni, es sind die Steuerzahler der Republik Österreich! Ich weiß, dieser Tage sind dumpfe Kapitalismuskritik und Umverteilungsdebatten wieder modern geworden! Zum Thema Kreisky, der hat auch Milliarden in die verstaatlichte Industrie gesteckt und nichts in die Unis. 1970 hat es 53.000 Studenten gegeben, 1986 schon 168.000 und 2009 242.000 wo waren hier die Ideen von der SPÖ, wo war hier die Verantwortung der SPÖ? Bis 1987 SPÖ Minister verantwortlich, ab 1994 bis 2000 wieder unter SPÖ Verwaltung!

    MFG

    [Antwort]

    klaus oberacher Antwort vom November 5th, 2009 00:13:

    ehemalige studenten zahlen nachweislich mehr (durch danach entsprechende gehälter, dadurch, dass sie danach arbeitgeber sind, in das system ein, wie sie kosten. ich habe studiert und bin nun angestellter, zahle aber trotzdem jedes monat mehr. als 1200 euros ins system ein (plus unternehmensgewinn= steuern des unternehmens). wenn men einen arbeiterstaat will, dann ab nach nordkorea. da läuft ja alles super, weil man kaum akademiker hat!

    [Antwort]

  • Markus H.:

    Kann Fr. Maurer bitte erklären, was die Studenten, die sich vorwiegend “bilden” möchten, daran hindert, auch ein Auge auf die Praxistauglichkeit und Verwertbarkeit des Wissens im Berufsleben zu haben? Wenn alle dieses Tagträumer-Mentalität ohne Abschluss-Ziel an den Tag legen, wer soll dann die Kosten für das System tragen?

    [Antwort]

  • Kritischer Zuhörer:

    Bzgl. der zitierten Prozente von Frau Dr. Karl: Welcher Quelle entstammen denn diese Prozente?

    [Antwort]

  • 900euro:

    das stuium ist nicht sozial gerecht genauso wenig wie aufnahmetests diese sind nämlich zu bestehen wenn man geld für einen kurs hat um sie zu trainieren (bsp medizin: kurs für ems: 900euro 5tage, 80% !!!der absolventen dieses kurses bestehen)

    [Antwort]

  • -e!-:

    Es ist einfach an der Zeit, dass sich Österreich zur Bildung bekennt und selbst niedrige Studiengebühren stellen da nur eine überflüssige Hürde dar! Viele Studierende müssen ohnehin neben dem Studium (meist billig) arbeiten (und auch Steuern bezahlen) und sind daher in einer Doppelbelastung. Ganz zu schweigen von der höheren Steuerbelastung von gutverdienenden Akademikern.

    Ein schnelles Studium bedeutet übrigens nicht unbedingt ein optimales Studium! Reflektion braucht eben imho bisweilen Zeit und bringt im Endeffekt einen Mehrwert. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn selbst ein (WU-)Professor in einem Proseminar meint, er arbeite lieber mit StudentInnen zusammen, die nicht nur den Schein haben wollen, sondern sich für die Materie interessieren.

    [Antwort]

  • andrea seidler:

    Warum lassen Sie Robert Menasse eigentlich nicht ausreden? Er ist neben Frau Maurer der einzig Kompetente in dieser “Diskussion” – nicht zuletzt weil er eben die Erfahrung hat, in einer Gesellschaft studiert zu haben, die auf die heute eingeforderte Bildung noch Wert gelegt hat. Jeder/jede, die diesen freien Zugang noch geniessen konnte, MUSS gegen die derzeitige Situation aufbegehren.

    [Antwort]

  • cs:

    Was ich nicht verstehe…
    Studiengebühren werden verteufelt, weil sie 300 EUR im Semester kosten.
    1 Semester selbstbestimmt vertrödeln wird verherrlicht, auch wenn es 6 Monate x 2.000 = 12.000 EUR Gehaltsentgang bedeutet.

    Da stehen 300 EUR gegen 12.000 EUR.
    Über die 300 wird gejammert, über die entgangenen 12.000 nicht…

    [Antwort]

  • Meindl Johannes:

    ich finde es lustig das studenten FORDERUNGEN stellen, nix zahlen aber etwas dafür wollen, toll.
    wenn sich ein steuerzahler über zu hohe steuern beschwert, ist dies verständlich.

    in amerika oder england sind die elite-universitäten nicht umsonst so teuer, warum erhält man dort die beste bildung? eine gute ausbildung kostet eben geld!

    sofort die studiengebühren wieder einführen, 1.000,- pro jahr, 4 monate hat ein student ferien, wenn er 2 monate davon arbeitet hat er die gebühren sehr schnell bezahlt.

    [Antwort]

    klaus oberacher Antwort vom November 5th, 2009 00:18:

    in diesen ländern wird man reich oder arm geboren, man hat kaum eine chance auf aufstieg. nur der freie studienzugang garantiert, dass sich die besten durchsetzen und nicht die, deren väter und großväter es sich schon leisten konnten, den junior studieren zu lassen. es gibt auch helle köpfe unter arbeiterkindern, oder bauernkindern. diese sollten nicht durch eon övp-elitedenken ausgesperrt bleiben. ich wäre seinerzeit ausgesperrt gewesen, zum glück hatte ich noch freien uni-zugang und bin heute stolz darauf etwas geschafft zu haben, das mir bei studiengebühren verwehrt geblieben wäre

    [Antwort]

  • Um die Studiengebühren sozial abfedern zu können müsste das StudFG geändert werden, unterhaltsbeziehende Kinder werden krass benachteiligt! Das ist UNSOZIAL ohne Ende!

    [Antwort]

  • Powi-Studentin:

    Was sagt Fr.Dr. Karl dazu, dass die meisten Bachelor-Absolventen gleich im Anschluß den Master machen, was dann eigentlich auch 5 Jahre Studium (statt bisher 4 Jahre beim Magister) und somit eine Verlängerung der Studienzeit bedeutet?! Die von ihr genannten Zahlen der 40% mehr Absolventen 2008 hat auch damit zu tun, dass zu dieser Zeit viele Studenten auf den Bachelor umgestiegen sind und immer noch den Master weitermachen. Übrigens Schweden hat keine Studiengebühren und tolles Bildungsniveau und ein hohes Bildungsbudget! Nehmt euch die Schweden als Vorbild!

    [Antwort]

  • Sowieso:

    Also die Worte von Hrn. Menasse sind schon eine Zumutung für eine s. g. Normalbürgerin wie mich . Egal von wo wer kommt, aber jemanden, der es im Leben zu was gebracht hat, als …buben zu bezeichnen, etc. zeigt von relativ wenig bis zu gar keinem Anstand. Übrigens dürfte er noch nie etwas davon gehört haben, dass man andere Diskussionsteilnehmer ausreden lässt und ihnen nicht primitiv ins Wort fällt!! Die Wissenschaftssprecherin der ÖVP hält sich an Regeln und will – so hat es den Anschein – eine ordentliche Diskussion zu führen, was bei den anderen beiden Teilnehmer/in (Hrn. Menasse und Fr. Maurer) nicht der Fall sein dürfte. Diese beiden Herrschaften wollen ganz einfach im Mittelpunkt stehen und stellen Forderungen, die der Normalbürger nicht bereit ist zu erfüllen. Bildung auf alle Fälle, doch nicht auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. Man kann sich auch neben der Ausübung eines Berufes weiterbilden.

    [Antwort]

  • bernhard heiller:

    Dankenswert, dass Sie dem berechtigten Widerstand der geradezu braven und keineswegs dem Begriff des “Revoluzzers” entsprechenden Studenten Raum und Öffentlichkeit geben. Schlimm nur, dass Frau Karl ihre programmatischen Vorgaben abhandeln darf, Robert Menasse aber abgewürgt wird, der in Niemandes Sold steht. Unsere Gesellschaft braucht MÜNDIGE Menschen, die man nicht am verschulten Gängelband “heranzieht”, sondern zu frei denkenden Menschen heranreifen läßt.

    [Antwort]

  • Frau Stinksauer:

    Ich verstehe nicht, wieso niemals diejenigen erwähnt werden, die aufgrund der Studiengebühren der letzten Jahre tatsächlich ihr Studium abbrechen mussten. Z.B. Alleinerzieher wie in meinem Fall. Musste arbeiten gehen, wobei mehr als 20 Stunden nicht möglich waren mit einem Kleinkind und dem Studium. Als die Studiengebühren kamen, musste ich mein Urlaubs- und Weihnachtsgeld dafür hergeben.
    Als es sich mal gar nicht mehr ausging, ließ ich mich beurlauben. In diese Zeit fiel dann aber die Ummeldefrist in den neuen Studienplan. Leider konnte ich mich nicht ummelden, da derartiges in einer Beurlaubung nicht möglich ist. – Also eine weitere echte bürokratische Hürde, die nicht sein sollte.
    Die Frist lief noch während der Beurlaubung ab, und jetzt könnte ich nur noch einen Teil meiner Zeugnisse auf den Bachelor-Studienplan anrechnen lassen, alles aus dem 2. Studienabschnitt(mir fehlten nur noch ein paar Stunden) war für die Katz. Und für den Bachelor bräuchte ich jetzt so viele neue Lehrveranstaltungen, sodass ich länger dafür brauchen würde als für den verbleibenden Rest des Diplomstudiums.
    Meine Motivation weiterzumachen ist verpufft, das Resulatat ist, dass ich nun nicht mehr studieren werde.
    Jahre der Mühe sowie die erbrachten Studiengebühren waren völlig umsonst.

    Ein weiteres Ärgernis ist, dass immer auf die Studienbeihilfen verwiesen wird. Schön wäre es ja – aber leider gehört man ja mit 30 bereits zum alten Eisen und hat keine Chance mehr auf diese Förderung.
    “Lebenslanges Lernen” heißt es immer – dass ich nicht lache, in Österreich ist man mit 30 zu alt dafür.

    [Antwort]

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