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Der Wahnsinn auf den Pisten: fahrlässig in den Tod!

 

Jagatee im Blut – keine Regeln im Kopf: Jedes Jahr endet die Pistengaudi  für über 50 000 Skifahrer und Snowboarder im Krankenhaus – und noch schlimmer: Heuer wurden bereits 16 Wintersportler von Lawinen in den Tod gerissen: Die Suche nach dem Kick hatte Skifahrer, Snowboarder und Tourengeher von den präparierten Hängen geführt. Ist der Wintersport völlig außer Kontrolle? Und: müssen jetzt Helmpflicht auch für Erwachsene, Alkoholverbot und gar eine Pistenpolizei her, um unsere Berge wieder sicher zu machen?

Wahnsinn auf den Pisten auf ATV.at  Zu Gast bei Sylvia Saringer sind diesen Mittwoch (10.2.) ab 22.20h:

  • Rainer Schönfelder, österreichischer Skirennläufer
  • Karl Gabl, Präsident Kuratorium für Alpine Sicherheit
  • Stefan Hochstaffl, Bergretter (bis morgen Früh noch im Einsatz) und Lawinenhund-Führer
  • Johann Maier, SPÖ

diesmal im AmPunkt-Analysestudio: Barbara Haas, Tageszeitung “Österreich” Welche Kosten kommen auf einen zu, wenn man in eine Lawine kommt oder die sogar auslöst – wir haben bei der Generali-Versicherung nachgefragt:
Lawinen Versicherung auf ATV.at

Kennen Sie eigentlich die FIS-Regeln? Wir haben uns auf der Piste mal umgehört:


Die FIS-Pistenregeln auf ATV.at

 

10 FIS Verhaltensregeln

1. Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.

 2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

 3. Wahl der Fahrspur

Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.

 4. Ueberholen

Ueberholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

 5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren

Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

 6. Anhalten

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

 7. Aufstieg und Abstieg

Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuss absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

 8. Beachten der Zeichen

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.

 9. Hilfeleistung

Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.

 10. Ausweispflicht

Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

21 Kommentare zu „Der Wahnsinn auf den Pisten: fahrlässig in den Tod!“

  • Karl:

    Können die nicht mehr SKI Fahren oder sind die übermütigen unterwegs.Nah ja die Ski sind auch schneller und die Pisten härter geworden. Ein wierd sich nie ändern die Deppen sterben nie aus.

    [Antwort]

  • Mehr Platz auf regulären Pisten!:

    Wenn wir nicht soviele Ausländer auf unseren Pisten hätten, müssten nicht soviele Österreicher abseits der Pisten fahren!

    [Antwort]

    Alois Geiger Antwort vom Februar 10th, 2010 22:58:

    Die Aussage, dass die Ausländer schuld sind, wenn Einheimische abseits der Piste fahren ist schlicht und einfach ein absoluter Blödsinn!
    Abseits der Piste fahren Tiefschneefreaks, welche Freude am Tiefschneefahren haben.
    Zudem sind mehr als 90% der verschütteten Skifahrer Tourengeher!
    Bitte informieren Sie sich, wer und wo die Skifahrer verschüttet werden, bevor sie einen derartigen Unsinn behaupten.

    [Antwort]

  • Was nützt eine Polizei wenn niemand die Regeln kennt?
    Zuerst sollten die Pistenregeln PRAXISGERECHT gelernt werden und auch wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll. Eine solche Schulung wurde bereits im Dez.2008 der Skisicherheitsabteilung vorgeschlagen, jedoch mit der Begründung “Wir fahren eh in die Schulen und erklären die Pistenregeln” abgelehnt! 1 Jahr wird um die Helmpflicht diskutiert, dann endlich wird sie eingeführt aber wer es kontrollieren soll weiß niemand.Jetzt die Diskussion um die Pistenpolizei!? Fangt doch mal am Anfang an ! Präventiv wirksamer ist sicherlich die Schulung der Pistenregeln

    [Antwort]

  • thomas:

    würden sich alle an die pistenregeln und verhältnisse halten dann würds weniger zusammenstöße und “nur” mehr normale stürze geben.

    mehr rechtliche maßnahmen sind meiner Meinung nach nicht zielführend immerhin gibts ja bereits jetzt laufend gerichtsverfahren.

    Ich könnte mir vorstellen dass beim liftkartenkauf auch folder mit den pistenregeln ausgeteilt werden…

    ich trage persönlich schon 4 jahre eine skihelm. dieser ist eigentlich nicht störend – im gegenteil sogar relativ angenehm…

    jeder der eine lawine auslöst und überlebt sollte auch rechtlich zur verantwortung gezogen werden…
    immerhin kanns ja nicht sein dass die retter ihr leben aufs spiel setzen weil wer anders abseits der piste fahren wollte..

    [Antwort]

  • Christian:

    Ich war selbst wieder im Schiurlaub und ich finde die größte Gefahr auf der Piste sind Anfänger die sich selbst und andere durch unausreichende Erfahrung gefährden. Trotzdem befahren sie die gleichen Pisten wie bessere Schi fahrer. Auch das Material entspricht bei vielen nicht dem Können. Im Verkehr benötigt man einen Führerschein. Wäre nicht irgendeine Prüfung die über das Können eines Schi fahrers Auskunft gibt eine Lösung sein ?

    [Antwort]

  • Daniel:

    auch wenn nicht jeder die Pistenregeln so genau kennt, sollte jeder Pistenbenützer doch in der Lage sein, jene Warn- und Verbotsschilder, die dezidiert darauf hinweisen, dass ein Betreten jener Pistenbereiche verboten ist, zu verstehen und zu befolgen und deswegen sollten auch jene Menschen, die Lawinen fahrlässig auslösen und sich selbst und auch andere dadurch gefährden, rechtlich belangt werden.

    [Antwort]

  • Marcel gramm:

    Jeder ist für sich selbst verantwortlich!!!
    Passieren kann und tut überall was.
    Lawienen tote hat es immer schon gegeben das wird man nicht endern können

    [Antwort]

  • Eine Pistenpolizei halte ich nicht für sinnvoll und zweckmäßig.
    Das Einfahren in einen gesperrten Hang oberhalb von gesicherten Pisten sollte schon mit einer Strafe blegt werden. Durch Einfahren in gesperrte Hänge werden andere Wintersportler gefährdet.
    Das Skifahren im freien Gelände ist jedem unbenommen und erfolgt auf eigenes Risiko! Hier mit Strafe die Risikobereitschaft von Tiefschneefreaks zu ahnden wäre meiner Meinung nach überzogen und eine Einschränkung der persönlichen Freiheit.

    [Antwort]

  • klaus:

    die idee der bestrafung ist ein totaler schwachsinn und auch nicht durchsetzbar.
    prinzipiell muss man zwischen schitourengehern und variantenfahrern unterscheiden.
    dieser politiker im studio hat einfach keine ahnung wovon er redet.
    ein schitourengeher bewegt sich immer!!! innerhalb der gesetze, denn er übt nur sein allgemeines wegerecht aus. niemand kann mir vorschreiben, wann ich mich wo im freien gelände bewege.
    abgesehen davon ist die aussage der gefährdung von den bergrettern in der realität so nicht gegeben. fast alle schitourengeher sind selber auch tourengeher.
    außerdem wird vergessen, dass sich die anzahl der tourengeher in den letzten jahrzehnetn vervielfacht hat, die anzahl der lawinentoten aber konstant blieb.
    -das ist die realität.
    bitte endlich einmal zu unterscheiden zwischen echten sportlern (=tourengeher) und freizeitkonsumenten (pistenschifahrern).

    [Antwort]

  • klaus:

    die idee der bestrafung ist ein totaler schwachsinn und auch nicht durchsetzbar.
    prinzipiell muss man zwischen schitourengehern und variantenfahrern unterscheiden.
    dieser politiker im studio hat einfach keine ahnung wovon er redet.
    ein schitourengeher bewegt sich immer!!! innerhalb der gesetze, denn er übt nur sein allgemeines wegerecht aus. niemand kann mir vorschreiben, wann ich mich wo im freien gelände bewege.
    abgesehen davon ist die aussage der gefährdung von den bergrettern in der realität so nicht gegeben. fast alle bergretter sind selber auch tourengeher.
    außerdem wird vergessen, dass sich die anzahl der tourengeher in den letzten jahrzehnetn vervielfacht hat, die anzahl der lawinentoten aber konstant blieb.
    -das ist die realität.
    bitte endlich einmal zu unterscheiden zwischen echten sportlern (=tourengeher) und freizeitkonsumenten (pistenschifahrern).

    [Antwort]

  • Jack:

    Eine Frage/Bemerkung an Hernn Maier:

    Sie haben eingangs ein Argument gebracht, in dem Sie den internationalen Fußball bzw. ein Radrennen mit dem privaten (!) Schifahren verglichen. Haben Sie schon jemals Fußball gespielt? Waren Sie schon jemals bei einem Schirennen dabei? Während des kickens im Hinterhof sind MIR noch nie “Securities” aufgefallen bzw. bei einem Schirennen sind viele Securities bzw. bei internationalen Rennen sogar min. ein Helicopter vor Ort!
    Sie können Veranstaltungen nicht mit privaten “Ausflügen” vergleichen!!

    [Antwort]

  • Man sollte einfach nicht so viele Leute auf die Piste lassen. Ein niedrig angesiedeltes Limit für Skifahrer und Snowboarder und die Pistenwelt wäre wieder heil. Auf ein Tennisfeld passen schließlich vernünftigerweise auch nicht viel mehr als 4 Leute.
    Aber eine derartige Maßnahme widerspricht natürlich dem einzig wirklich wichtigen Faktor, dem Profit.

    [Antwort]

  • Manfred:

    Ich fahre als “Einheimischer” seit 25 Jahren Ski und jede freie Minute, gePistenpolizei – so ein Unsinn – im Endeffekt würden das wieder nur die Skifahrer bezahlen – die Skikarten sind teuer genug.

    [Antwort]

  • ernst:

    hochachtung an alle rettungskräfte
    die ihre zeit zu verfügung stellen
    und so manche idio.. das leben retten.
    tolle kommentare bis auf den politiker
    der wie immer nur theoretisch daher red.

    [Antwort]

  • Tom:

    Was bringt die ganze diskussion?
    Wenn bei Lawinenwarnstufe 4 noch immer schitouren unternommen oder abseits der Pisten gefahren wird und dabei Lawinen ausgelöst werden würde ich diese Idioten erst nach der Schneeschmelze einsammeln.

    [Antwort]

  • Zuviele Ausländer auf unseren Pisten!:

    Also ich kenne genug Skifahrer, die wegen den vielen Ausländern auf unseren Pisten abseits fahren!

    Manche Menschen riskieren eben ihr Leben für ein wenig Freiheit!

    [Antwort]

  • dani:

    die frage ist – welche diskussion?
    thema lautet: wahnsinn auf den pisten
    diese sendung zieht alles so weit in die breite, dass kein einziger richtiger lösungsansatz zu stande kommen kann…
    geht es um die pistenregeln?
    oder um die variantenfahrer?
    oder um die tourengeher?
    um die auslöser der lawinen?
    um die betrunkenen schitouristen?
    um die kostenfrage der rettungsdienste?
    um die kontrolle der allgemeinheit?

    i kenn mi bei der diskussion neamma aus, und die teilnehmer auscheinend a net ….

    [Antwort]

  • christian:

    Der Brüssler Regulierungswahn geht bei unseren Schipisten weiter!
    Mein Kind trägt einen Schihelm, und zwar nicht nur beim Schifahren – Ich auch. Und dass seit Jahren! Dazu brauche ich und viele andere kein Gesetz, Pistenpolizei, oder gar einen Regulierungssüchtigen Politiker! Es gibt schon so viele, mehr oder weniger Zahnlose Gesetze! Jeder soll sich und seine liebsten schützen! Ich glaube nicht, dass irgendjemand jemanden schlimmer verletzt hat, weil er KEINEN Helm getragen hat!!

    [Antwort]

  • Sehr gelungener Beitrag, mit der beste bisher. Großes Lob an die Redaktion.
    Nach dem Lob noch was zum Thema, in einigen Regionen gibt es schon Pistenpolizei, so wie manche fahren ist das aber auch zwingend notwendig. Ich kann die Tourengeher sehr gut verstehen, aber manchmal bringt man halt dadurch auch andere Personen (die Retter) in Gefahr.

    [Antwort]

  • erik:

    war eine gute sendung gestern.

    [Antwort]

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