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Job-Angst in Österreich – droht ein Ansturm von Arbeitskräften aus Osteuropa? Die Sendung vom 27. April

Im Jahr 2004 sind 10 neue Staaten, die meisten aus dem Osten der EU beigetreten. Die alten EU-Länder hatten 7 Jahre Zeit ihren Arbeitsmarkt für die neuen Bürger zu öffnen. Die meisten haben das gleich getan. Österreich und Deutschland nicht. Am 1. Mai fallen also auch bei uns die Übergangsfristen: 26.000 Jobsuchende könnten bereits im ersten Jahr kommen, so die Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts – mehr als 100.000 prophezeit Gottfried Waldhäusl von der FPÖ Niederösterreich. An welche Zahlen halten sich unsere Diskutanten? Sehr selbst:


Am Punkt auf ATV.at

Am 1. Mai wird der österreichische Arbeitsmarkt für Menschen aus den osteuropäischen EU-Staaten vollständig geöffnet – und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ist überzeugt: die Österreicher müssen um ihren Job zittern. In der ATV-Diskussionssendung “Am Punkt” griff er Sozialministerminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zum Teil persönlich an: “Einen zynischeren Tag für die Arbeitsmarktöffnung kann es nicht geben, nämlich den Tag der Arbeit, wo man eigentlich die österreichischen Arbeitnehmerinteressen schützen und verteidigen sollte. Diesen Arbeitsmarkt zu öffnen und damit letztlich Billigkonkurrenz und Lohndumping natürlich auch möglich zu machen, das ist schon sehr grotesk. Und da sollte sich der ehemalige Gewerkschafter Herr Hundstorfer durchaus schämen.”

Hundstorfer sagte, bei Strache stehe wieder einmal die Demagogie im Vordergrund. Mitterlehner warf dem FPÖ-Chef vor, er schüre nur Angst und hantiere mit Zahlen, die er nicht belegen könne. So beruft sich die Regierung auf eine WIFO-Studie, nach der im ersten Jahr maximal 26.000 Menschen aus den EU-Beitrittsländern einen Job in Österreich suchen würden. Strache sprach dagegen mehrmals von Hunderttausenden, die bald kommen würden.

Mitterlehner wies in “Am Punkt” darauf hin, dass im Zuge der Übergangsregelung viele Menschen aus den osteuropäischen Nachbarländern bereits in Österreich arbeiten: “Insgesamt rund 90.000 aus diesen Staaten, ohne dass irgendjemand einen Arbeitsplatz verloren hat.” Außerdem: “Überall dort, wo Bewegung ist, werden Arbeitsplätze geschaffen. Wo man glaubt, abschotten zu müssen, werden sie gefährdet.” Österreich sei auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen, sagte der Wirtschaftsminister: “Wir haben die beste Beschäftigungs- und Arbeitsmarktlage in ganz Europa und das geht dramatisch weiter, dass wir noch mehr qualifizierte Arbeitskräfte brauchen.”

Laut der jüngsten Umfrage des ATV Österreich-Trends glauben trotzdem 55 Prozent der Befragten, dass die Arbeitsmarktöffnung negative Auswirkungen haben werde. Darauf reagierte Sozialminister Hundstorfer in “Am Punkt”: “Keine Frage, die Ostöffnung ist eine Chance. Die Ostöffnung bereitet natürlich Menschen auch Sorgen. Diese Sorgen sind ernst zu nehmen. Darum gibt es eine Reihe von gesetzlichen Bestimmungen”, etwa das kürzlich verabschiedete Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping, das den gleichen Lohn für österreichische und ausländische Arbeitnehmer vorschreibt.

Das ändere nichts daran, dass die Menschen in den osteuropäischen EU-Ländern in den Startlöchern stünden, behauptete FPÖ-Chef Strache: “Da warten über eine Million Menschen; die verzweifelt sind, die arbeitslos sind. Die, wenn sie eine Arbeit in ihrem Land finden, 350 Euro netto verdienen. Die die Chance haben, hier im untersten Kollektivvertragsbereich dreimal so viel netto zu verdienen.” Wirtschaftsminister Mitterlehner zeigte sich überzeugt, dass Straches Behauptungen ab 1. Mai von der Realität weggewischt würden: “Was Sie sagen, Herr Strache, wird nicht irgendwann falsifizierbar sein, sondern in wenigen Tagen und Wochen.”

Die Ergebnisse unserer Facebook-Umfrage:

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Job-Angst in Österreich – droht ein Ansturm von Arbeitskräften aus Osteuropa?

Grenzen auf – Ost-Arbeitskräfte rein. Ab 1. Mai ist unser Arbeitsmarkt für osteuropäische Nachbarstaaten geöffnet. Und schon malen einige den Teufel an die Wand: Tausende billige Arbeitskräfte aus Tschechien, der Slowakei oder Ungarn würden unseren Unternehmen die Türen einrennen. Wie viele Arbeitnehmer kommen wirklich, wie gut sind wir darauf vorbereitet? Job-Angst in Österreich – droht ein Ansturm von Arbeitskräften aus Osteuropa?

Über die und noch mehr diskutiert Sylvia Saringer nächste Woche – am Mittwoch, den 27. April 2011 – mit folgenden Gästen:

  • Rudolf Hundstofer, Sozialminister SPÖ
  • Reinhold Mitterlehner, Wirtschaftsminister ÖVP
  • Heinz-Christian Strache, FPÖ-Chef
  • Maria Epple, Baumeisterin und Landesinnungsmeisterin für Bau und Gewerbe an der WK Burgenland

Im AmPunkt-Analysestudio bei ATV Reporter Martin Thür: Wolfgang Unterhuber vom “Wirtschaftsblatt”

Ab Mai öffnet Österreich seine Grenzen für Arbeitskräfte aus Osteuropa. Die neuen Arbeitskräfte aus der Slowakei, Ungarn, Polen, Estland, Lettland und Litauen werden besonders in der heimischen Baubranche und im Tourismus versuchen besseres Geld zu verdienen. Doch viele Österreicher sind skeptisch und fürchten die billigen Arbeitskräfte aus dem Ausland:


Am Punkt auf ATV.at

Die Arbeitsmarktöffnung am 1.Mai spaltet die Gemüter. Während die Rechtsparteien vor einem Massenansturm aus dem Osten warnen, können manche Branchen den 1.Mai gar nicht erwarten – die Hotelbranche braucht dringend Personal aus Osteuropa. Wir waren in einem Tiroler Betrieb vor Ort und haben uns die Situation angesehen:


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Am Punkt Sendezeit
Nächste Sendung läuft am 23.April 2014 ab 21.50h auf ATV
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